Charité Universitätsmedizin Berlin

February 9th, 2026

In manchen Teddykliniken gehen die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern oder Erzieherinnen und Erziehern von Station zu Station. Dort werden die Kuscheltiere gewogen, gemessen und „aufgenommen“, ähnlich wie in einem echten Krankenhaus. Falls die Kinder ihr Kuscheltier zu Hause vergessen haben, gibt es 6 Ausleihteddys. Zum Beispiel erleben wir oft Stürze vom Sofa oder ganz schlimme Bauchschmerzen, manchmal kommen aber auch Polytraumata zu uns, die aus dem All gestürzt sind oder sich das Herz gebrochen haben. Manche TBKs stellen Informationsflyer über das Projekt zur Verfügung, andere machen Kita-Besuche und unterhalten sich mit den Kindern über Arzt- und Krankenhausbesuche. Wichtig ist uns, dass sich die Kinder wohlfühlen und ihre Ängste und Interessen kommunizieren können.

Patient Teddybär? Warum das Elisabeth-Krankenhaus jetzt Kuscheltiere untersucht

In der Rolle als „Teddy-Eltern“ erklären die Kinder den eigens geschulten „Teddy-Krankenhaus-Ärzten“, welche Beschwerden ihr Kuscheltier hat, und erleben in einem dafür eingerichteten Zelt-Krankenhaus die Behandlung mit. Im Teddy-Krankenhaus haben Vorschulkinder aus Essener Kitas, die Möglichkeit, den Krankenhausalltag zu erleben, ohne selbst als Patient betroffen zu sein. Das Bild aus dem Jahr 2024 zeigt, wie dort Kuscheltiere spielerisch untersucht werden. Im Teddy-Krankenhaus sollen Kinder ihre Angst vor Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt verlieren.

Wie läuft ein typischer Besuch in Ihrer Teddyklinik ab?

Unser Ziel ist es, den Kindern spielerisch die Angst vor dem Krankenhaus und den darin arbeitenden Menschen zu nehmen. Pandi hat Bauchschmerzen, da er zu viel Bambussüßigkeiten gegessen hat und Zebri sind die Streifen beim Grasen verloren gegangen?

Das Teddybärkrankenhaus

Für sehr kleine Kinder sind es oft noch zu viele Informationen, für ältere ist es wiederum zu spielerisch. In allen Fällen ist es essentiell, sensibel zu bleiben und die Grenzen des Kindes zu respektieren. Meistens hilft zuerst zu fragen, ob das Kind selbst mal beim Kinderarzt war oder z.B. Die Themen Gesundheit, Vorsorge, Untersuchung und Behandlung werden kindgerecht spielerisch und realitätsnah schon in der Vorschulzeit bekannt gemacht. Ziel ist, dass Kinder Ängste und Hemmungen vor einem Arzt- oder Klinikbesuch verlieren und im Optimalfall positive Assoziationen aufbauen. Mit Ernährungswissenschaften- und Physiotherapiestudierenden, die den Kindern Themen wie gesunde Ernährung und Bewegung nahe bringen.

Welche Stationen oder Szenarien erleben die Kinder mit ihren Kuscheltieren?

Dort schlüpfen sie gemeinsam mit den Studierenden in die Rolle von Ärztinnen und Ärzten, erleben die Abläufe einer Behandlung spielerisch und angstfrei und lernen medizinische Geräte kennen. Die Teddyklinik schafft einen spielerischen Rahmen, in dem Kinder einen Arztbesuch erleben können, ohne selbst krank zu sein. Das Teddybärkrankenhaus (TBK) ist ein bundesweites Gesundheitsprojekt, das Kindern spielerisch die Angst vor Arztbesuchen und Krankenhäusern nimmt. Indem sie ihren Teddy als Patienten begleiten, lernen sie angstfrei und aktiv.Die Kinder sind dabei nicht bloß Zuschauer, sondern entscheiden mit, stellen Fragen, helfen bei der Behandlung und erleben Selbstwirksamkeit. Hier erleben die Kinder, wie es auch bei einem echten Arztbesuch abläuft. Hier lernen die Kinder auf spielerische Weise, welche Aufgaben Herz, Lunge, Leber oder Darm im Körper übernehmen.

  • Unser Ziel ist es, den Kindern spielerisch die Angst vor dem Krankenhaus und den darin arbeitenden Menschen zu nehmen.
  • Dort werden die Kuscheltiere gewogen, gemessen und „aufgenommen“, ähnlich wie in einem echten Krankenhaus.
  • Zuerst werden mit dem Teddy-Doc und den Kindern gemeinsam der Name des Teddys eingetragen und Fragen beantwortet, zum Beispiel ob er sich gesund ernährt, Sport treibt und geimpft ist.
  • Für sehr kleine Kinder sind es oft noch zu viele Informationen, für ältere ist es wiederum zu spielerisch.
  • Viele Kinder zeigen mehr Selbstvertrauen und weniger Hemmungen bei Arztbesuchen.

So sollen sie mögliche Ängste vor einem Arztbesuch verlieren. Viele Kinder fürchten sich vor Arztbesuch oder Klinikaufenthalt. Besonders die Wände von Kitas, Kinderarztpraxen oder Kindertherapeuten werden häufig vernachlässigt. Familien und Privatpersonen können spontan ohne Voranmeldung vorbeischauen. Viele Kinder zeigen mehr Selbstvertrauen und weniger Hemmungen bei Arztbesuchen. Besonders positiv wird gesehen, dass die Kinder aktiv mitmachen dürfen und so spielerisch Wissen über Gesundheit und Vorsorge erwerben.

Von Erzieherinnen, Lehrkräften und Eltern hören wir sehr häufig, dass die Kinder nach dem Besuch deutlich entspannter über Arzt- oder Krankenhausbesuche sprechen. Durch diesen spielerischen Zugang stellen wir sicher, dass die Inhalte altersgerecht, verständlich und positiv erlebbar sind. Alles wird spielerisch vermittelt – mit dem Teddy als Patient, anschaulichen Materialien wie Verbänden oder Stethoskopen und viel Raum für Fragen. Zuerst werden mit dem Teddy-Doc und den Kindern gemeinsam der Name des Teddys eingetragen und Fragen beantwortet, zum Beispiel ob er sich gesund ernährt, Sport treibt und geimpft ist.

So erfahren sie, dass Arztbesuche nichts Bedrohliches sein müssen. So werden über die DRK-Teddyklinik aus der Kiste die Themen Gesundheit, Vorsorge, Untersuchung und Behandlung spielerisch und realitätsnah schon in der Vorschulzeit bekannt gemacht. Im Idealfall verlieren sie auf diese Art und Weise Ängste und Hemmungen vor einem Arzt- oder Klinikbesuch. Unter diesem Dach gibt es mittlerweile über 40 lokale TBKs in vielen Universitätsstädten, die jeweils von ehrenamtlich engagierten Medizinstudierenden, Pflegekräften und Ärztinnen und Ärzten eigenständig organisiert werden. Organisiert wird es durch die bvmd (Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e. V.), die als Dachverband die Aktivitäten bundesweit koordiniert.

Das zentrale pädagogische Ziel des Teddybärkrankenhauses (TBK) ist es, Kindern im Vor- und Grundschulalter in einer spielerischen Art und Weise die Angst vor Krankenhaus- und Arztbesuchen zu nehmen. Sowohl in den Printprodukten als auch online informiert sie am liebsten über Polizeiberichte, Tiergeschichten und Umweltthemen. Gleichzeitig profitieren auch die Medizinstudierenden, die im Umgang mit den Kindern wichtige soziale und kommunikative Fähigkeiten entwickeln. Ein Krankenhausbesuch kann für Kinder mit Unsicherheit und Angst verbunden sein. „Die Teddyklinik ist längst ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Förderarbeit geworden“, erklärt Michael Henning von der Kinderhilfestiftung Frankfurt e. Mit dem Kuscheltier ins Krankenhaus – teddyklinik in der Teddyklinik soll Kindern die Angst vor Spritzen & Co. spielerisch genommen werden.